Was wir alle wissen sollten

Was wir alle wissen sollten: Du bist, was du isst!

Durch die industrielle Verarbeitung unserer Lebensmittel haben sich auch unsere Ernährung und Ernährungsgewohnheiten stark verändert. Gab es vor 2000 Jahren noch nicht einmal einen Begriff für Zucker - weil man Zucker nicht kannte - so können wir uns heute Zucker und auch andere Nahrungsmittel nicht mehr aus unserer Ernährung wegdenken.

Doch mit Einzug der Industrialisierung vor über 100 Jahren und dadurch bedingter Veränderung und Haltbarmachung der Lebensmittel, traten immer mehr bestimmte chronische Erkrankungen in den Vordergrund. War man noch vor 100 Jahren der Ansicht, man müsse möglichst konzentrierte Nahrung, z.B. Zucker und Auszugsmehle zu sich nehmen, um genügend Energie zu haben, so weiß man heute, dass der Nahrung dann wichtige Bestandteile fehlen. Z.B. Vitamine, Mineralien, Enzyme, Aromastoffe, Begleitstoffe, Bioaktive Substanzen und Ballaststoffe. Ballaststoffe wurden damals so genannt, weil man dachte, sie wären nur Ballast für Magen und Darm und würden nutzlos wieder ausgeschieden. Inzwischen weiß man um die verdauungsfördernde und entgiftende Funktion der Ballaststoffe.

Zucker und Kohlenhydrate

Der Spruch: "Zucker sparen grundverkehrt, der Körper braucht ihn - Zucker nährt" war sogar ein Werbespruch in den 50ger Jahren.

Natürlich brauchen unsere Muskeln und unser Gehirn Zucker! Zucker ist ein wichtiger Energielieferant, doch kommt es auf die Art des Zuckers an. Weißer Zucker enthält praktisch kaum Mineralien und Vitamine. Aber gerade diese braucht der Körper, um den Zucker richtig in Energie umwandeln zu können.

Konzentrierter Zucker und isolierte Kohlenhydrate, aber auch versteckte Zucker in Cola, Limo, Ketchup, Fruchtjoghurt und Gebäck etc. können, da sie schnell ins Blut gehen - kurzfristig einen hohen Blutzuckerspiegel entstehen lassen. Es wird daraufhin sehr viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, was bewirken kann, dass wir plötzlich in einen Unterzucker rutschen können, obwohl wir viel Zucker gegessen haben. Dann werden wir zittrig und bekommen Heißhunger, den wir meist wieder mit Zucker stillen. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Zucker und Kohlenhydrate in Form von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten bewirken einen langsam ansteigenden Zuckerspiegel im Blut und dadurch eine ausgeglichene körperliche und geistige Leistungskraft.

Heute werden die Kohlenhydrate nach dem Glykämischen Index = GI, bzw. der Glykämischen Last = GL eingeteilt; d.h. wie schnell lässt sich eine bestimmte Menge Glucose 2 Stunden nach einer Testmahlzeit im Blut nachweisen.

Lebensmittel mit einem hohen GI gehen schnell ins Blut und erzeugen kurzfristig hohe Blutzuckerspiegel, Lebensmittel mit einem niedrigen GI müssen im Magen erst aufgeschlossen werden, der Zucker geht dadurch langsam ins Blut und liefert dadurch einen gleichmäßig ansteigenden Zuckerspiegel, der erst nach ca. 5 Stunden wieder abfällt. Deshalb sind wir mit den sog. langsamen Zuckern ausdauernder und leistungsfähiger.

Der Körper ist in der Lage, ein zu viel an Kohlenhydraten, die nicht für die Energiegewinnung benötigt werden - in Fett umzuwandeln.

Fette und Öle

Fette haben sehr vielfältige Aufgaben im Organismus. Heute wissen wir, dass Fett nicht gleich Fett ist und der Körper hauptsächlich die "gesunden" Fette braucht, die so genannten ungesättigten Fettsäuren. Wichtige Funktionen dieser sog. essentiellen Fettsäuren sind:

  • Ausgangsstoff zur Bildung von Membranen und Zellen.
  • Bildung von Hormonen.
  • Träger der fettlöslichen Vitamine A,D,E,K.
  • Bestandteil der Gewebe und des Nervensystems.
  • Ausgangsmaterial zur Bildung von Gallensalzen.

Ohne Fette wäre der Körper nicht lebensfähig. Sie haben ganz wichtige und vielfältige Funktionen im Stoffwechselgeschehen. Da Fette so wichtige Aufgaben im Organismus zu erfüllen haben ist es wichtig, Fette und Öle zu sich zu nehmen, die der Körper wirklich braucht, d.h. kaltgepresste Öle, die noch einen hohen Anteil der ungesättigten Fettsäuren enthalten. Denaturierte Fette und gesättigte Fettsäuren können o. g. Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen. Gerade beim Abnehmen spielen die fettlöslichen Vitamine eine entscheidende Rolle, fehlen sie, so kann u. U. Körperfett nicht richtig abgebaut werden.

Was sind "gute" Öle?

Als gute Lieferanten für die essentiellen Fettsäuren der Kategorie Omega 3 und Omega 6 empfehle ich Ihnen folgende Öle:

  • Leinsamenöl (Omega-3)
  • Hanföl (Omega-3, Omega-6)
  • Walnussöl (Omega-3)
  • Distelöl (Omega-6)
  • Rapsöl (Omega-6)
  • Traubenkernöl (Omega-6)
  • Olivenöl ( Omega-9)

Andere Öle, wie z.B. Sonnenblumenöl sind durchaus auch gesund, sind jedoch nicht so ausgezeichnete Lieferanten von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, wie die oben erwähnten. Zusätzlich zu den pflanzlichen Ölen, sind Fische gute Lieferanten von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.

Verarbeitete und erhitzte Öle

Beim Erhitzen von Öl (und durch viele Verarbeitungsmethoden) wandeln sich die meisten (gesunden) ungesättigten Fettsäuren in gesättigte Fettsäuren um. Diese gesättigten Fettsäuren liefern viel Energie und sind nicht grundsätzlich ungesund, doch wir brauchen Sie nicht, um zu leben(!) und sie lagern sich massiv viel schneller im Gewebe ein. Ungesättigte Fettsäuren hingegen sind teilweise essentiell (lebensnotwendig) und sie alle sind Grundstoff für viele lebenswichtige Funktionen des Körpers.

Übrigens: Der Begriff "gehärtetes Fett", wie es beispielsweise in großen Mengen in der Margarine vorkommt, ist nichts anderes als ein Synonym für "gesättigtes Fett"!

Kaltpressung und Erstpressung

Es tummeln sich unzählige Begriffe auf dem Ölmarkt, von denen die meisten nicht rechtlich geschützt sind und dadurch wirklich keine zuverlässige Aussage über die Qualität erlauben. Zwei Begriffe, die auf jeder guten Flasche Öl stehen sind kaltgepresst und extra virgine (oder Erstpressung).

Bei einer Kaltpressung wird das Rohmaterial nicht erhitzt und dadurch bleibt ein höherer Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhalten.

Erstpressung (Extra Virgine) deutet darauf hin, dass das Rohmaterial nicht in einer zweiten Pressung (meist unter Zugabe von Hilfsstoffen und/oder Hitze) erzeugt wurde.

Preise

Auch wenn der Preis keine wirkliche Garantie für gute Qualität gibt, lässt sich darüber doch etwas sagen... Wegen dem aufwändigen Herstellungsverfahren gilt der folgende Satz als guter Hinweis: wirklich hochwertiges Öl kann nicht billig sein!

Eiweiß

Eiweiße bzw. Proteine sind die Grundbausteine des Körpers. Eiweiße sind der wichtigste Stoff zum Aufbau der Zellen. Sie spielen im Muskel- und Nervensystem, bei Hormonen und zur Bildung von Gallensäuren eine bedeutende Rolle.

Außer Fleisch und Fisch die gute Eiweißlieferanten sind, gibt es sehr hochwertige pflanzliche Eiweiße, die leicht verdaulich sind und basisch verstoffwechselt werden. Dazu gehören: Bohnen, Linsen, Nüsse, Vollgetreide, Tofu, Sprossen und Algen, sowie bestimmte Pilze, z.B. Shiitake-Pilze. Durch die richtige Kombination dieser Lebensmittel kann man auch weitgehend vegetarisch leben

metabolic balance® Eiweißgruppen

Um unter anderem das Risiko einer Übersäuerungen zu verhindern, essen wir beim metabolic balance® Programm in der Regel nur eine Eiweißsorte pro Mahlzeit und sorgen dafür, dass wir nur einmal pro Tag ein Nahrungsmittel der gleichen Eiweißgruppe auf dem Speiseplan haben.

Überwicht (Adipositas)

Adipositas ist definiert als übermäßige Vermehrung von Fettgewebe im Körper. Es handelt sich dabei um erhöhtes Körpergewicht durch zu viel an Fettgewebe. Die Ursache ist immer eine lang andauernde oder rezidivierende positive Energiebilanz, d.h. die Energiezufuhr ist höher als der Energieverbrauch.

Body Mass Index (BMI)

Der Body Mass Index (BMI) ist eine Richtgröße, bei welcher das Verhältnis zwischen Gewicht und Körpergröße berechnet wird. Normalgewichtige Personen haben einen BMI zwischen 20 und 25. Dies ist jedoch nur eine Orientierungshilfe. SportlerInnen haben beispielsweise einen höheren BMI, ohne übergewichtig zu sein. Frauen haben einen etwas tieferen BMI als Männer. Zudem ist eine leichte Erhöhung des BMI mit zunehmendem Alter nicht bedrohlich.

Der BMI berechnet sich folgendermaßen: Gewicht in kg / (Größe in m)²

Body Mass Index | Bildquelle: metabolic balance

Jojo-Effekt

Bezeichnung für das Phänomen, dass das bei kurzfristig durchgeführten Gewichtsreduktionsdiäten verloren gegangene Gewicht nach Beendigung der Diät schnell wieder zugenommen wird. Ursache für die erneute Gewichtszunahme sind die Rückkehr zu den alten Ernährungsgewohnheiten sowie ein durch die Diät verringerter Energiebedarf des Körpers. Übersteigt die Energiezufuhr den Energieverbrauch, wird die überschüssige Energie in Fett umgewandelt und dient dem Körper in Form von Depotfett als Energiereserve für kommende "Notzeiten" zu denen für den Organismus auch Fastenkuren und Gewichtsreduktionsdiäten zählen. Bei häufigen Blitzdiäten gerät der Energiestoffwechsel durcheinander und es ergibt sich ein ständiges Auf und Ab des Gewichts ohne dauerhaften Gewichtsverlust. Bleibenden Erfolg bei der Gewichtsreduktion verspricht daher nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung, kombiniert mit ausreichender Bewegung.

Glykämischer Index (GI oder auch Glyx)

Ist eine Maßzahl für die Wirkung von Lebensmitteln auf den Blutzuckerspiegel. Ein hoher GI bedeutet, dass die Kohlenhydrate des Lebensmittels schnell verdaut werden und ins Blut gelangen, so dass der Blutzuckerspiegel rasch ansteigt.

Lebensmittel mit einem geringen GI bewirken dagegen nur einen langsamen und insgesamt geringeren Anstieg der Blutzuckerkurve. Dies hat den Vorteil, dass der Körper weniger Insulin produziert.

Säure-Basen-Haushalt

Jede Sekunde finden im menschlichen Körper Millionen von chemischen Prozessen statt:

Stoffe werden aufgenommen, aufgebaut, umgebaut, abgebaut und ausgeschieden. Bei diesen hochkomplexen Abläufen spielen Säuren und Basen eine zentrale Rolle.

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt im Körper ist für die Gesundheit ebenso wichtig wie beispielweise für die Atmung, die Verdauung oder einen regelmäßigen Herzschlag.

Der Mensch besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Die restlichen 30 Prozent sind Substanzen, die den Körper aufbauen und die Körperfunktionen steuern.

Manche dieser Stoffe wirken als Säuren, manche als Basen. In unserem Körper finden permanent Verbrennungsvorgänge im Rahmen des Stoffwechsels statt. Dabei werden Säuren produziert. Diese Säuren müssen durch basische Mineralstoffe neutralisiert werden, die unser Körper aber nicht selbst produzieren kann.

D.h., dass das Basenangebot durch die Ernährung gedeckt werden muss!

Symptome von Übersäuerung:

  • Leiden Sie häufig unter Sodbrennen und saurem Aufstoßen?
  • Treten bei Ihnen öfter Magengeschwüre auf?
  • Haben Sie Probleme mit Ihrer Verdauung, z.B. Verstopfung, Blähungen oder Durchfall?
  • Neigen Sie zu Muskelverspannungen oder -verkrampfungen?
  • Weist Ihre Haut eine unnatürliche, ungesunde Färbung auf?
  • Bekommen Sie schnell einen Sonnenbrand?
  • Treten bei Ihnen Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Neurodermitis auf?
  • Werden Sie häufig von Kopfschmerzen geplagt?
  • Fühlen Sie sich oft unkonzentriert und übermüdet?
  • Sind Sie häufig gereizt oder gehen bei den kleinsten Anlässen gleich "in die Luft"?
  • Können Sie nur schwer Einschlafen oder finden Sie allgemein nur wenig Schlaf?
  • Sind Sie anfällig für depressive Verstimmungen?
  • Leiden Sie häufiger unter Schmerzen in den Gelenken oder im Wirbelsäulenbereich?

Bereits eine mit "Ja" beantwortete Frage zeigt, dass der Körper zumindest zeitweise übersäuert ist.

Regulation

Durch unsere heutige Lebensweise mit Faktoren wie einer oft falschen Ernährungsweise, Hektik, Stress und Bewegungsmangel verschiebt sich das Säure-Basen-Verhältnis oft einseitig in Richtung "übersäuert".

Mit einer ausgewogenen Ernährung, welche zudem auf den eigenen, individuellen Stoffwechseltyp angepasst ist und mit einer gesunden Lebensweise kann man jedoch den Säure-Basen-Haushalt des Körpers gut regulieren und im Gleichgewicht halten.

Wenn Sie denken, dass auch Sie Probleme mit Ihrem Säure-Basen-Haushalt haben, lassen Sie sich beraten um längerfristigen Beschwerden und Erkrankungen vorzubeugen. Informationen hier im IGS Gudrun Fehmel.

© 2010 IGS Gudrun Fehmel | Realisierung durch fusoft | Impressum